dajana sain goaldigger network marketing

Wie ich es geschafft habe im Network Marketing zu scheitern…

…obwohl ich im ersten Monat knapp 50 Leute rekrutiert habe…und wie du aus meinen Fehlern lernen kannst – für dein Business und fürs Leben.

 

ICH HÖRE AUF – mit Bullshit im Network MArketing.

Ich bin gescheitert. Und wie. Ein wenig habe ich das ja schon im letzten Blogpost angerissen. Dazu gestanden, es zugegeben.

Ich bin von Null auf Hundert gestartet , zwei Mal in Folge (bei Juice Plus und Jeunesse).

Ich habe fast 50 Partner in meinem ersten Monat bei Jeunesse eingeschrieben, vor ziemlich genau einem Jahr und zugegeben, einige Monate habe ich ziemlich viel Geld verdient. Ein Grund, warum ich heute auf Bali leben kann.

Aber so gut es am Anfang auch lief, es war nicht nachhaltig.

NICHT wegen dem Geschäft an sich, der Company, den (besten) Produkten oder meinem Team.

Nein, einzig und allein wegen mir und meinem mangelnden Leadership. Der Fähigkeit Führungskräfte aufzubauen und ihnen dabei zu helfen, erfolgreich zu werden.

Müde und genervt von meinem nicht anhaltenden Erfolg verließ ich Deutschland kurz nach Weihnachten Hals über Kopf und flog einfach mal nach Thailand.

Wohin ich eigentlich wollte? Keine Ahnung. Ich bin einfach nur weg gelaufen. Weil ich das eben immer so gemacht habe, wenn die Dinge schwieriger wurden. Und weil ich dank Network Marketing die finanziellen Möglichkeiten hatte.

Augen zu und durch wenn es knackig wird? Nee…Augen zu und weg. Augen einfach wo anders hin. Wenn es ungemütlich wird. Wenn ich das Gefühl habe, irgendwo einfach nicht mehr hinzugehören. Dass es nicht das richtige für mich ist.

Und etwas zu beenden, wenn es sich für dich nicht richtig anfühlt, ist auch vollkommen okay, zumindest einerseits.

Du sollst auf dein Herz hören weil es dir immer den Weg zeigt, den du bestimmt bist zu gehen , denn dein Leben soll locker und unbeschwert ablaufen und kein anhaltender Kampf sein. Tief im Inneren kennen wir unseren Weg und jedes Mal, wenn etwas einfach nicht klappen will, egal wie hart du kämpfst, bedeutet es, dass es an der Zeit ist etwas zu verändern.

Aber es bedeutet nicht, das Ziel aufzugeben…in den meisten Fällen bedeutet es viel mehr die Strategie zu überdenken. Die Route. Wenn du auf der einen Straße nicht nach Rom kommst, ist es vielleicht einfach nicht die richtige. Aber Rom bleibt das Ziel…und bekanntlich führen viele Straßen dort in.

Manchmal ist es notwendig die Richtung zu ändern. Manchmal gehen wir unterwegs verloren, laufen im Kreis, landen irgendwo und nirgendwo zur gleichen Zeit.

Anfang des Jahres bin ich in eine komplett andere Richtung gewandert. Ich habe all meine Bemühungen, mein Network Marketing Business mit Druck aufzubauen, gestoppt und habe angefangen Freundschaften zu schließen. Irgendwo im Nirgendwo. Und indem ich das tat, habe ich lustigerweise den Weg für das geebnet, wo ich ursprünglich mit so viel Druck hinwollte: mein Network Marketing Business aufbauen. Nur jetzt eben authentisch und noch viel wichtiger: nachhaltig.

Denn im Geschäftsleben dreht sich alles um Beziehungen, es geht um die Menschen. Es heißt nicht umsonst Vitamin B. 😀

Und wenn du nicht weißt, wie du am besten mit Menschen umgehst oder noch schlimmer: ersteres zwar lernst aber dein Herz nicht dabei ist, dann ist es am Ende nichts als Manipulation und du wirst auf diese Weise in keinem Geschäft dieser Welt langfristig erfolgreich.

So musste ich erst einmal allein um die Welt reisen um zu lernen, was es bedeutet echte Freunde zu finden und noch viel wichtiger. ein echter Freund zu werden… um ein Geschäft betreiben zu können welches genau auf dem basiert: Freundschaft.

Ich war mir dessen einfach nicht bewusst. Naja obwohl, eigentlich wusste ich genau wo es hängt. Warum meine ganze harte Arbeit am Ende für die Katz war. Menschen bedeuteten mir einfach nichts. Und das war nichts, was ich absichtlich getan habe, nein. Ich wusste es einfach nicht besser. Ich war einfach mein ganzes Leben lang so isoliert und hatte nie wirklich Freunde, dass ich schlicht und ergreifend nicht wusste, wie es sich anfühlt mit anderen Menschen wirklich verbunden zu sein. Echte Freunde zu haben.

Es ist wie wenn du denkst zu lieben aber es zuvor nie gefühlt hast. Erst wenn du es dann einmal erlebst erkennst du, dass du es vorher nicht getan hast. Ich mochte Menschen, ich liebe es neue Menschen kennen zu lernen aber nach kurzer Zeit war mir der Kontakt einfach immer zu viel. Weil ich eine schlechte Freundin war. Weil ich mich nie ernsthaft und authentisch für jemand anderen interessiert habe, außer mir selbst.

Kontakte…

Als ich Network Marketing gestartet habe, dachte ich, dass ich in kürzester Zeit zum Einkommensmillionär werde – passiv natürlich. Denn um in diesem Geschäft erfolgreich zu werden, brauchst du nicht sonderlich viele Fertigkeiten – eine zentrale ist jedoch das Knüpfen neuer Kontakte. Kontakte sind dein Kapital und wenn ich eine Sache habe, wie Sand am Meer, sind es unendlich viele oberflächliche Kontakte.

Und wie man an vorgenannten Rekrutierungszahlen sieht, hat sich das in gewisser Weise auch ausgezahlt – klar.

Wenn du dein jedoch Business langfristig erfolgreich machen willst, brauchst du vor allem eins: Freunde.

Und ich eine Sache definitiv nicht hatte, dann waren es echte Freunde. Menschen, die mir wirklich am Herzen lagen. Menschen, deren Anwesenheit ich wirklich genießen konnte. Für mich war einfach jeder Mensch austauschbar und wenn einer nicht so wollte wie ich, dann wurde er eben ersetzt. Next.

Auf Reisen habe ich mich immer gewundert, warum mich Leute ständig fragen, ob es für mich schwer war Deutschland zu verlassen. Ich habe nie verstanden, warum es das denn sein sollte. Ich hatte dort nichts, was mich hielt. Heute verstehe ich es. Denn die meisten Leute haben ihre Freunde zu Hause. Und nachdem ich gereist bin habe ich verstanden was es bedeutet, seine Freunde zurück zu lassen. Und ich habe meine besten Freunde zu Hause zurück gelassen. Meine Familie und meine Hunde. Und erst mit der Zeit habe ich gemerkt wie schwer das eigentlich ist. Wie sehr ich sie vermisse.

Ich wurde in meinen Network Marketing Anfängen in kürzester Zeit zur unschlagbaren Verkäuferin, denn ich hatte schnell raus, wie ich Menschen mit ein paar cleveren Fragen maßgeschneidert auf das Business pitche, ihnen das Gefühl gebe wichtig zu sein und verstanden zu werden.

Doch nur allzu schnell wurden sie mir lästig, ich war einfach genervt und wollte meine Ruhe. Und das hatte nichts damit zu tun, dass es schlechte oder unangenehme Menschen waren, nein – auf keinen Fall. Ich habe wundervolle Menschen kennen gelernt.

Vielmehr war es mein damaliges Unvermögen echte Bindungen zu anderen Menschen herzustellen – zu echten Menschen, außerhalb von meiner perfekten Social Media Welt. Von völliger Isolation rein und Social Media Kontakten in 24/7 real life Trubel, es war einfach zu viel auf einmal. Absolute Reizüberflutung.

Kurz vorher noch Skype-Meetings und Deals im Bikini am Strand abgeschlossen, stand ich so ziemlich direkt nach meinem Start schon in fancy Dresses vorn bei Geschäftspräsentationen. Ich hatte von jetzt auf gleich ein Team von über 100 Menschen zu führen, im ECHTEN Leben, und war dieser Rolle einfach noch nicht gewachsen. Ich war schlichtweg überfordert mit der Situation. Aber dazu mehr im nächsten Blogpost ( da ich für diesen hier in kürzester Zeit so unendlich viel Feedback auf Facebook von euch bekommen habe und deshalb noch etwas näher auf die Zeit eingehen möchte, vielen vielen Lieben dank schonmal an dieser Stelle. <3 )

Dennoch, alles kam darauf zurück keine wirklichen Bindungen aufbauen zu können.

Während mir das in romantisch ausgelegten Beziehungen noch gelang , war es für mich im Bezug auf andere Menschen schlichtweg ein Ding der Unmöglichkeit eine echte Verbindung aufzubauen – und das brach  mir im Network Marketing das Genick. Es war nicht so, dass ich es nicht versucht habe. Ich kannte mein Problem, ich WOLLTE mit ihnen fühlen. Ich mochte die Menschen schließlich. Ich habe mich nichts mehr gewünscht als mich aufrichtig mit jemandem für etwas freuen zu können. Aber es gelang mir nicht, es hat mich einfach nichts berührt.

Ich brach aus und zog fort mit unbestimmter Zielrichtung. Ich landete auf der thailändischen Insel Koh Tao und fing an mein Buch zu schreiben, unter anderem über zwischenmenschliche Beziehungen , haha, denn in der Theorie war ich absoluter Vollprofi.

In der Praxis sah das ganze dann etwas anders aus, denn mein Herz war nicht dabei. Tief im Inneren war mir einfach alles und jeder egal, auch wenn ich oberflächlich jeden mochte – und Menschen spüren das. Und auch wenn ich da schon ein paar fantastische Menschen in meinem Team hatte konnte ich es ihnen nicht wirklich zeigen, weil es für mich am Ende des Tages eigentlich nur eine Sache gab, die zählte: Umsatz. Und darum drehte sich so ziemlich jedes Gespräch, auch wenn es inhaltlich davon abweichte. Gedanklich bereitete ich mich ständig auf den Umschwung zum geschäftlichen Part vor. Pitch on point.

Das hatte auf einmal ein jähes Ende.

Raus aus der fancy Glamourwelt in 5 Sterne Hotels, rein ins basic Backpackerlife. Und auch da pitchte ich erst einmal alles und jeden, was mir über den Weg lief bis ich dann relativ schnell eingesehen habe, dass das die Menschen, mit denen ich zu tun hatte einfach mal so gar nicht für das geeignet waren, was ich im Sinn hatte.

Konfrontiert mit den verschiedensten Menschentypen in Hostels in Südostasien lernte ich nach und nach mit welchen Menschen ich mich wirklich unterhalten wollte und mit welchen nicht und aus dem wahllosen Pitchfest in den Monaten zuvor wurden Gespräche, in denen es wirklich um den Menschen ging, der mir gerade gegenüber saß und nicht darum gezielt seine Träume und Schmerzpunkte herauszufiltern um ihn punktgenau und ohne großen Aufwand auf das Business zu pitchen.

Aufwand, das war das Stichwort. Arbeit.

Ich sah Menschen nicht als individuelle Seelen mit Gefühlen an, sondern einfach als eine Art Roboter. Aber am Ende war dann doch nur einer der Roboter – ich selbst. Unauthentisch, mit einer falschen Maske, doch jeder ließ sich so einfach blenden von dem strahlenden aber leeren Lächeln. Und am besten blendete ich mich selbst. Ich spulte mein Programm ab, wo immer ich auch war, kaum fähig mir einen Namen zu merken, weil es mich schlichtweg nicht interessierte. Und je mehr ich das tat desto weniger lebte ich, ich funktionierte.

Wenn das 08/15 Recruiting Programm a la „anhauen, umhauen, weghauen“ nicht in dem von mir dafür vorgegebenen Zeitlimit funktionierte, wurde die Zielperson einfach „geistig eliminiert“, von der Liste gestrichen. NEXT.

„Freunde“ ohne geschäftliche Vorteile für mich? Nein danke. Wieso auch? …ist doch alles Zeitverschwendung.

„Sorry, ich bin nur mit Leuten befreundet mit denen ich auch arbeite.“ 

Was ich nicht erkannt habe ist, dass du erst einmal Freunde brauchst, wenn du mit Freunden arbeiten willst.

Und das habe ich auf Reisen gelernt. Auf einmal hatte ich mit Leuten zu tun, weil ich sie mochte. Auf einmal war ich traurig, als ich eine Insel verlassen habe, weil ich dort Menschen zurücklassen musste, die mir am Herzen lagen. Eine vollkommen neue Erfahrung.

Auf einmal hatte ich Freunde. Menschen, für die ich mich aufrichtig interessierte. Menschen, deren Anwesenheit mir gut tat. Menschen, die ich einfach bei mir haben möchte, weil sie toll und interessant sind, etwas zu erzählen haben und meine Interessen teilen. Und wenn es nur darum geht mitten in der Nacht im Meer gemeinsam leuchtendes Plankton irgendwo auf einer thailändischen Insel zu entdecken. Oder Sterne zu schauen. Oder lustige Shakes in Strandbars trinken und plötzlich die Welt so bunt sehen wie auf der Full Moon Party. Oder spontan eine Yoga Session am Strand einzulegen. Sonnenuntergänge im Rudel bewundern. Oder die Insel mit dem Roller zu erkunden. Undefinierbare Dinge an Straßenständen zu essen und zu hoffen, danach nicht im Krankenhaus zu landen. Oder shit loads of Müll (ungesunde ebenfalls undefinierbare Snacks) im 711 zu kaufen und zu vernichten. Gemeinsam am Strand zu schlafen. Am Lagerfeuer sitzen und erleben wie plötzlich eine riesige Schildkröte aus dem Wasser kommt und Eier legt. Während einer Jahrhundertflut ohne Strom und Internet in einem Hostel fest zu sitzen und dabei den besten Abend ever zu haben, mit vollkommen fremden Menschen, mit denen du anschließend eine wundervolle Erinnerung teilst.

Ich bin gereist um die Welt zu entdecken und ich habe dabei etwas viel besseres entdeckt: das Gefühl, Menschen in meinem Leben zu haben, die ich aufrichtig gern habe. Ich habe entdeckt wie viel Spaß es macht Momente und Ereignisse zu teilen. Freunde zu haben. Und das macht glücklich.

Und genau das ist es was Network Marketing zu einem einzigartigen Geschäft macht. Einem Geschäft, das auf Beziehungen basiert und genau deswegen auch so ist wie eine Beziehung: sie kann das Schönste sein, was du je erlebt hast oder der größte Alptraum.

Sie ist das, was du draus machst. Und sie ist Arbeit.

Es bedeutet, dass du etwas tun musst. Investieren. Ganz am Anfang deine Zeit. In die Menschen um dich herum. Nicht, weil du dir etwas davon versprichst. Sondern weil es gut tut und du IHNEN dabei hilfst ihre Ziele zu erreichen – und dabei ganz automatisch auch deinen Schritt für Schritt näher kommst. Mir war das von Anfang an bewusst und ich habe auch genau dieses Ziel verfolgt, egal mit dem ich in Kontakt stand, potenzielle Kunden, Partner oder Teammember. Ich konnte es nur nicht fühlen und deshalb fiel es mir so schwer langfristig wirklichen Support zu geben.

Dein (passiv) Paycheck im Network Marketing ist nichts als eine gnadenlos ehrliche Reflexion der Anzahl der Menschen, denen du geholfen hast ihre Ziele zu erreichen.

Und um einem Menschen wirklich helfen zu wollen, muss dieser Mensch einem am Herzen liegen. Es muss ein Mensch sein, mit dem du gern Zeit verbringst, länger als einen Tag und niemand, dem du lediglich Zeit schenkst weil du sie am Ende des Tages gegen Geld eintauschst. Dann kannst du nämlich auch jeden anderen Job machen, wo dir wahllos Leute vorgesetzt werden.

Auf Reisen wurde ich nach und nach immer besser darin zu erkennen, wen ich wirklich in meinem Leben haben möchte und wen nicht. Mit der Zeit habe ich erkannt, dass es eben nicht darum geht, schnellstmöglich ein Produkt oder gar das Geschäftsmodell an einen neuen Kontakt heran zu tragen.

Ich habe gelernt, dass es darum geht einen Menschen kennen und lieben zu lernen, für das, was er ist, nicht für seine potenziellen Kontakte oder Verkaufsskills. Ich habe gelernt, dass es im Network Marketing darum geht Geschichten zu teilen, Freundschaften aufzubauen und sich aufrichtig für die Story hinter dem jeweiligen Menschen zu interessieren. Alles andere ist on top.

Es geht darum, sich mit diesem Menschen zu verbinden, seine Werte, Ansichten und Gefühle zu verstehen und ihm dabei zu helfen seine Ziele zu erreichen. Und manchmal kannst du das mit einem Produkt, manchmal mit dem Geschäft und manchmal einfach nur mit zuhören und da sein, wenn dich ein Freund braucht.

Ich war zugegeben keine gute Freundin in meinen Network Marketing Anfängen. Ich war eine Top-Verkäuferin mit unendlich vielen Kontakten aber wirklicher Erfolg im Network Marketing erfordert Leadership und Leadership erfordert aufrichtiges Interesse an Menschen. Leadership bedeutet Liebe zu Menschen. Es bedeutet sie zu verstehen und sie bestmöglich in dem zu unterstützen, was für sie das Richtige ist, unabhängig davon ob es deine eigenen Ziele fördert oder dafür irrelevant ist.

Die erfolgreichsten Menschen im Network Marketing sind nicht die besten Verkäufer. Es sind die Menschen, die die besten Freunde sind.

Deshalb bin ich auf lange Sicht gescheitert. Ich habe nicht bedacht, dass das Leben ein Marathon ist. Ich war Sprintweltmeister. Aber Sprinter sind nach 100m k.o.

Ich habe nicht akzeptieren wollen, dass wirklich große und langfristige Erfolge im Network Marketing große und langfristige Einsätze erfordern. Den Einsatz von Zeit und Interesse in die Menschen, mit denen du dich entschieden hast diesen Weg zu gehen.

Die Menschen, die dir ihr Vertrauen schenken, weil sie deine Freunde sind. Die Menschen, die sich einen Film anschauen, weil du davon begeistert bist. Oder auch ein lustiges Video, weil du es geteilt hast. Die Menschen, die ein Restaurant besuchen, weil du es ihnen aus Begeisterung empfohlen hast. Die Menschen die ein Rezept nach kochen, weil du es erfunden hast. Die Menschen, die ein Produkt kaufen, weil DU gute Ergebnisse damit erzielen konntest. Egal ob es der 2€ Nagellack von dm ist oder ein 20.000€ Mittelklassewagen.

Das sind die Menschen, mit denen du langfristig dein Geschäft aufbaust. Das ist es, worum es im Network Marketing wirklich geht. Ehrliche erfahrungsbasierte Weiterempfehlung und kein wahlloses Pitchen, egal wen du vor dir stehen hast.

Heute frage ich mich immer bevor ich überhaupt meine Story mit jemandem teile: Ist das eine Person mit der ich wirklich mehr Zeit verbringen möchte? Ist das jemand, den ich als meinen Freund haben möchte? Bevor ich das mit JA beantworten kann höre ich einfach lieber nur zu – oder noch besser: ich höre HIN.

Und wenn die Antwort „nein“ ist, dann kann derjenige gern so viele Produkte kaufen, wie er möchte aber ich werde nicht mit ihm arbeiten.

Denn das ist MEIN Geschäft, MEINE Zeit und am wichtigsten: MEIN Leben. Und ich möchte keines dieser wertvollen Dinge mit jemandem teilen, der mir nicht persönlich am Herzen liegt. Denn dann wird der Traum vom Network Marketing zum Alptraum.

Wann ich will, WO ich will und vor allem mit WEM ich will arbeiten – vor allem das Letztere lassen wir uns gern mal nehmen. Dabei ist es im Endeffekt doch das allerwichtigste von allen. Der Kleber, der alles Zusammen hält. Connection.

Denn Menschen mögen zwar wegen einem Produkt oder der Geschäftsmöglichkeit mit dir in Kontakt treten, doch am Ende bleiben sie nur wegen dem Menschen, mit dem sie arbeiten. Und deshalb ist es wichtig an sich selbst zu arbeiten.

Mir hat das Reisen dabei unheimlich geholfen. Und was hat mir dabei geholfen einzugestehen, dass ich am Anfang ganz ganz viele Fehler gemacht habe. Aber hey…wer macht schon von Anfang an immer alles richtig? Richtig – niemand. 🙂

Wir sind alle nur Menschen, ob online oder offline, am Ende des Tages gehen wir alle aufs Klo, heulen bei König der Löwen und enden eines Tages im Grab. Wir alle machen Fehler.

Und ein Fehler ist nur ein Fehler, wenn man ihn nicht als einfache falsche Entscheidung akzeptiert und sein Verhalten in Folge darauf optimiert. Also bin ich im Prinzip gar nicht gescheitert – habe quasi nur ziemlich viel gelernt. 😛

Aber Scheitern ist manchmal gar nicht mal so schlimm. Ganz im Gegenteil. Es befreit und ebnet den Weg für einen Neustart. Ganz ohne Druck und Erwartungen.

Steve Jobs, meine größte Inspiration, hat es in seiner berühmten Stanford Rede wunderbar beschrieben, bezogen auf seinen Rausschmiss bei Apple.

„Man hatte mich rausgeworfen, aber ich brannte noch immer. Und so beschloss ich, neu anzufangen.

Damals war mir das nicht klar, aber es zeigte sich, dass diese Entlassung das Beste war, was mir je passieren konnte. Statt der Bürde des Erfolgs erlebte ich wieder die Leichtigkeit des Anfängers, der unsicher sein darf. Es gab mir die Freiheit, eine der schöpferischsten Phasen meines Lebens zu beginnen.

In den nächsten fünf Jahren gründete ich Next, ich gründete Pixar und verliebte mich in eine wunderbare Frau, die dann meine Ehefrau wurde. Pixar produzierte den ersten computeranimierten Spielfilm, «Toy Story», und ist heute das weltweit erfolgreichste Zeichentrickfilmstudio. Dann, in einer erstaunlichen Wendung, wurde Next von Apple gekauft, ich kehrte zu Apple zurück, und die Technologie, die wir bei Next entwickelt hatten, ist der Kern der gegenwärtigen Apple-Renaissance. Und Laurene und ich haben eine wunderbare Familie.“

Ich habe ein Jahr lang nach Abkürzungen gesucht, bin  ganz schnell sehr hoch geflogen und daraufhin ziemlich tief gefallen. Ich war nicht bereit die Arbeit zu investieren, die nachhaltiger Erfolg in diesem Geschäft nun einmal erfordert. Ich wollte alles auf einmal – und bekam am Ende nichts. Weil ich mein Team nicht vernünftig unterstützt habe. Weil ich selbst nur selten die wirkliche Arbeit gemacht habe. Dafür gab es ja schließlich meine (zugegeben, wundervolle und höchst fleißige) Upline. Danke an dieser Stelle für alles an Wolfgang Zutz, Fabian Fitzner, Danien Feier, Calvin Becerra und auch meine supertollen Sidelines Marius Breitweg, Ralf & Jane und jeden anderen, der sich an irgend einem Zeitpunkt Zeit für mein Team genommen und dieses unterstützt hat.

Kurz bevor ich Koh Tao verließ, fing ich an mit dem Gedanken zu spielen mir selbst einfach nochmal eine Chance für einen Neustart im Network Marketing zu geben und dieses Mal alles zu geben – ohne Abkürzungen. In Asien.

Aber ich hatte Angst. Angst zu scheitern. Denn meinen schnellen Erfolg am Anfang hatte ich vor allem der fantastischen Zusammenarbeit mit und dem unendlichen Support von Wolfgang zu verdanken. Jetzt war ich allerdings auf mich allein gestellt – in einem Land in dem ich niemanden kannte.

Landesweite wöchentliche Meetings von erfahrenen Führungskräften wie in Deutschland, wo ich meine Kontakte einfach hin schicken kann? Nicht vorhanden. ICH würde der Leader sein müssen, der die Dinge hier auf die Beine stellt. ICH würde die Meetings halten müssen – und zwar auf englisch. Ganz klein am Anfang, one on one. Dann größer.

Onlinemeetings und lokale Teamcoaching-Gelegenheiten? Nicht vorhanden. ICH müsste anderen Menschen das beibringen, was ich selbst beim letzten Mal nicht auf die Reihe bekommen habe.

Vollständige Produktpalette und Wahnsinnspromos wie in Deutschland oder den USA ? Fehlanzeige. Geschätzte 25% der Produkte sind in diesem Markt verfügbar.

Klingt nicht unbedingt angenehm aber das ist es, was einen Network Marketing Professional ausmacht. Ein Freund sagte mir einst:

Woran erkennst du einen Top-Networker? Du kannst ihn irgendwo im nirgendwo mit nichts aussetzen und er baut dir mir einem Produkt ein ganzes Business auf indem er mit Menschen spricht und denen beibringt das Gleiche zu tun.

Auf Bali habe ich mich dann an meinem Geburtstag entschlossen neu zu starten. Von Grund auf. In Asien. Einfach mal irgendwo im nirgendwo. Ganz normal das Geschäft aufbauen, so starten wie jeder andere auch. Ohne Onlinevorteil durch Reichweite. Ohne Hype. Ohne Abkürzungen. Mit Eigenverantwortlichkeit und Direktkontakten, von der Pike auf. Ehrlich und authentisch. 10.000 USD monatliches Passiveinkommen bis zu meinem nächsten Geburtstag sind das Ziel. Und dann ein Jahr VANLIFE in Australien. Aber noch wichtiger: auf dem Weg dahin wahnsinnig tolle Freunde finden und IHNEN dabei helfen ihre Ziele zu erreichen.

Und in dem Moment, wo ich meine Angst überwunden habe und Verantwortung übernahm, geschah etwas Wundervolles:

Statt der Bürde des Erfolgs erlebte ich wieder die Leichtigkeit des Anfängers, der unsicher sein darf. Es gab mir die Freiheit, eine der schöpferischsten Phasen meines Lebens zu beginnen.

Auf einmal traten innerhalb kürzester Zeit die richtigen Menschen in mein Leben, ich war von heute auf Morgen super motiviert und generell alles hat sich irgendwie gefügt. Täglich geschehen Wunder und ich kann es gerade mal wieder kaum glauben.

Und immer wieder musste ich dann an einen Satz denken, der mir während meiner ersten verzweifelten (grottenschlechten) Surfversuche in den Sinn kam:

„Denn wenn du erst einmal akzeptierst, dass es nicht einfach sein wird, ist es einfach hart dafür zu arbeiten.“

Ich habe es lange nicht akzeptieren wollen, weil mir vor dem Surfen immer alles in den Schoß gefallen ist. Wenn es erst einfach ist und dann erst schwer wird ist es schwieriger zu akzeptieren, dass es eigentlich gar nicht einfach ist.

Ich habe dafür erstmal ein paar „Wipe-outs“ gebraucht. Nothing worth having ever comes easy. Network Marketing ist simpel – aber nicht einfach. Ein guter Leader zu sein und eine riesige Organisation aufzubauen ist nicht einfach, in keinem Business dieser Welt.

Und das ist der Punkt an dem sich die Spreu vom Weizen trennt. Derjenige, der konstant und anständig arbeitet, auch wenn es hart wird, wird auch entsprechend entlohnt.

Und dieses Mal habe ich verstanden, warum es wirklich geht. Es geht um die Menschen. Und es geht um Verantwortlichkeit, um Commitment. Und es geht um Beständigkeit.

I can, I will. No games, just hustle – and LOVE. <3

Do what you love – love what you do. I love to meet new people and make friends – so lets keep on doing that and build an empire at the same time – together. 🙂

Lots of love from Kuala Lumpur  😀 Goooood Night !!

Du bist neugierig geworden und würdest gern wissen um was für ein Geschäft es sich bei diesem Network Marketing eigentlich handelt?

Ich verrate es dir in diesem Blogpost!

Du fragst dich was das denn überhaupt für Produkte sind, mit denen ich arbeite ? Dann HIER LANG!*

 

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2 Comments

  • Nadine Hollermayer Juli 26, 2017 12.47 pm

    Hey Dajana,
    toll wie du diese Zeilen von deiner Seele schreibst.
    So offen authentisch und mit so einer tollen Reflexion.
    Ich verfolge deine Entwicklung schon eine Zeit und bin begeistert von deiner Entschlossenheit.
    Von deinem jetzigen Sinn für die Leichtigkeit des Lebens, dem Verständnis darüber wie du es schreibst, seinem Herzen zu folgen.
    Was ich auch wieder entdeckt habe.
    Ich wünsche dir auf deinem Weg alles Gute und sende dir liebe Grüße aus Deutschland.
    See you in Bali, da wollte ich auch schon immer mal hin 😉

    liebe Grüße Nadine

    Reply 
    • Dajana Juli 26, 2017 09.26 pm

      Aaaaawww, danke dir meine Liebe,

      freut mich mega, dass es dir so gut gefällt.

      Ich hätte niemals mit soooo viel Feedback gerechnet, OMG!

      Aber anscheinend ist es genau das, was ich bestimmt bin zu tun 😀

      Also wird jetzt wieder fleißig gebloggt !

      Freue mich dich in Bali zu sehen, sag bescheid wenn du rum kommst. <3

      :-*

      Reply 

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Meine Mission ist es Menschen dazu inspirieren ihre Bestimmung zu finden und das Leben ihrer Träume zu kreieren.

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Viel Spaß beim Lesen und Namaste. <3

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