acro yoga dajana sain

Yoga , (ver-)urteilen und Präsenz.

Eine Begegnung mit einem Menschen, die mein Leben verändert hat. Über Yoga, Präsenz und drei Fehler, die uns oftmals das Leben schwer machen.

Hey ihr Lieben,

ich bin seit einer Woche in Lombok und habe hier bereits ein bisschen was erlebt und gesehen, teilweise auch geschrieben, mich aber auch viel von dem Geschehen treiben lassen und extrem viel gelernt.

Ich habe seitdem ich 16 bin immer mal wieder Yoga (von DVDs) gemacht und mich seit Ende letzten Jahres auch ab und zu mit Meditation versucht aber ich habe nie wirklich „Blut geleckt“, für mich war Yoga immer nur eine Art Workout , Meditation einfach nur nervig und ich konnte es nie abwarten, dass es endlich vorbei ist.

Während dem Yoga selbst war mit meinen Gedanken ganz wo anders. Eigentlich bin ich das immer. 24/7.

„Im Moment leben.“

Wie oft tun wir das eigentlich ? Eher selten. Wir sind mit unserem Kopf in der Zukunft oder noch schlimmer: in der Vergangenheit.

Unfähig das hier und jetzt zu genießen und dafür dankbar zu sein, zerbrechen wir uns unsere Köpfe mit dem, was war oder sein könnte und verpassen dabei eine ganz wichtige Sache. Eigentlich die wichtigste Sache überhaupt: Wir vergessen zu leben.

Klar wusste ich in der Theorie natürlich wie immer alles über Präsenz, Achtsamkeit, Bewusstsein, Unterbewusstsein and so on.

Ich habe mal wieder die coolsten Übungen und Techniken entwickelt um genau diese Dinge zu verstärken und möglichst gewinnbringend zu nutzen (in meinem Buch) – habe aber selbst mal wieder kaum etwas davon wirklich gemacht.

Es fiel mir unglaublich schwer auch nur für 2 Minuten zu meditieren, den Kopf wirklich frei zu haben. Abzuschalten.

„Yoga is a state of mind.“

Wie „nicht präsent“ ich wirklich bin, ist mir letzte Woche bei meiner ersten Stunde Acroyoga bewusst geworden. Ich hatte auf Bali davon gehört und wollte es unbedingt ausprobieren, in Lombok habe ich dann durch Zufall ein Studio entdeckt, wo es eine „Acro Class“ gibt.

Ich hatte vorher mit dem Instructor schon ein paar Sätze auf Facebook gewechselt zwecks Terminen etc. und war super gespannt auf die Stunde.

Ich kam im Studio an und habe ihn dann auch recht schnell entdeckt und – natürlich – mit einer überschwänglichen Begrüßung gerechnet. „Weil ich ja so wichtig bin.“ (not.) – und weil ich es eben so gewöhnt war.

Aber die Aufmerksamkeit, die ich bekam beschränkte sich auf einen kurzen Blick und ein kurzes „Hey“ bevor er sich einem Mädel zu wandte und anfing sich mit ihr zu unterhalten. Ich stand daneben wie bestellt und nicht abgeholt und dachte mir „naja das wird wohl wichtig sein und in 30 Sekunden geklärt.“

Nope. Ich stand für ca. 3 Minuten – gefühlt 2 Stunden – wie ein Vollidiot (meine Wahrnehmung 😀 ) daneben und bekam in dieser Zeit nicht mal ein kurzes „bin gleich da“.

Alter! Was geht denn ab? – dachte ich mir dann irgendwann und war zugegeben ziemlich verwirrt.

Anschließend bekam ich dann auch keine Sonderbehandlung wie sonst immer und wurde etwas misstrauisch. Ich fühlte mich unwohl, weil ich keine Aufmerksamkeit bekam und dachte direkt er sei arrogant und nur freundlich um Leute in die Stunden zu holen aber mag eigentlich gar keine Menschen.

Ich habe mich jedoch geirrt, denn nachdem ich den besagten Instructor ein wenig beobachtet habe, ist mir aufgefallen, was dieses „Verhalten“ verursacht hat: eine unglaubliche Präsenz und Fokus auf den Moment. Yoga – im Kopf.

Und er ist keinesfalls arrogant sondern extrem freundlich, unterstützend und sehr sehr aufmerksam – und zwar so fokussiert auf das, was gerade wichtig ist, dass er sich von nichts anderem ablenken lässt.

Ich hingegen leide gefühlt ununterbrochen an Reizüberflutung, lasse mich von allem ablenken was irgendwie in meinem Sicht- und Hörfeld ist und bin am Ende des Tages so erschöpft, dass ich auch ohne AM/PM (Supplement zur Regulierung des Biorhythmus) schlafe wie ein Baby.

Mich hat diese unglaublich starke und ruhige Art der Präsenz in Verbindung mit der Fähigkeit zu lehren und Wissen so präzise und einfach dargestellt weiterzugeben dermaßen fasziniert, dass ich mich entschlossen habe ein kleines Experiment zu starten: eine Woche YOGA, mind. 2 Sessions am Tag.

Ich wollte sowieso ein Yoga Retreat in Bali machen und am Ende steht und fällt alles mit den Menschen. Bei Mana habe ich in kurzer Zeit viele ziemlich tolle Menschen kennen gelernt und gebe Yoga deshalb nochmal eine Chance: an einem Ort, wo ich mich wohl  fühle  – ich werde berichten. 🙂

In diesem Post soll es aber nicht um Yoga an sich gehen, sondern um meine Begegnung mit einem Menschen, die mich mal wieder gehörig wach gerüttelt und mich einiges gelehrt hat.

Und damit nicht nur ich von dieser Erfahrung lernen und profitieren kann, teile ich hier meine Fehler und Erkenntnisse mit euch – denn ein Fehler ist nichts als eine falsche Entscheidung in einer bestimmten Situation . Und die Möglichkeit das zu erkennen, daraus zu lernen und beim nächsten Mal anders zu handeln. 😉

Hier sind meine drei falschen Entscheidungen in dieser Situation:

  • Erwartungen

Ich hatte eine Erwartung. Immer wenn du eine bestimmte Erwartung hast und diese nicht erfüllt wird, bist du enttäuscht oder genervt oder sauer. Es ist aber nicht die andere Person oder eine Situation, die dir dieses Gefühl „verschafft“. Du bist es selbst, weil du diese Erwartung in deiner Wahrnehmung erschaffen hast und damit bereits den Maßstab für das Gefühl setzt , das folgen wird.

Nicht unbedingt empfehlenswert, insbesondere nicht im Bezug auf Menschen, da du in diesem Moment etwas von einem anderen Menschen forderst. Forderst, nicht bittest. Das wiederum engt den Entscheidungsfreiraum des Gegenüber ein und erzeugt Druck. Und Druck erzeugt Gegendruck.

Also: No expectations.

  • Bewertungen / (ver-)urteilen

„Anschließend bekam ich dann auch keine Sonderbehandlung wie sonst immer und wurde etwas misstrauisch. Ich fühlte mich unwohl weil ich keine Aufmerksamkeit bekam und dachte direkt er sei arrogant und nur freundlich um Leute in die Stunden zu holen aber mag eigentlich gar keine Menschen.“

Ich hatte diese Art von Wahrnehmung, weil ich das von vielen Menschen so kenne. Ich habe geurteilt.

Wie oft hast du das auch selbst schon erlebt, dass jemand nett zu dir war und es aber gar nicht so gemeint hat, sondern nur einen ihm dienlichen Zweck verfolgt hat?

Und viel wichtiger: wie oft hast du selbst schon so gehandelt ?

„Whatever you see in others exists in yourself.“

Wir nehmen eine bestimmte Verhaltensweise oder einen Charakterzug an jemand anderem nur wahr, weil wir Teile davon in uns selbst tragen. Wir erkennen uns selbst wieder. Und jedes Mal, wenn uns etwas an jemand anderem auffällt, das wir mögen, ist es, weil wir diese Sache an uns selbst lieben. Das bestätigt uns und gibt uns deshalb ein gutes Gefühl.

Und immer wenn wir etwas Negatives an jemandem finden ist es, weil wir diese Eigenschaft ebenfalls in uns tragen und nicht mögen – meistens unterbewusst. Jede Bewertung ist lediglich eine Projektion unserer Selbst auf andere und nichts als ein Produkt unserer eigenen Wahrnehmung.

Deshalb muss ich mich nach dieser Einschätzung zu allererst fragen: Wo habe ich mich selbst so verhalten und aus welchem Hintergrund habe ich gehandelt?

Mein Hintergrund in gewissen Situationen war, dass ich eben nur einen Zweck verfolgt habe und mir alles andere egal war. Das bedeutet aber nicht, dass das bei anderen auch so ist.

Manche Leute weinen vor Glück und Dankbarkeit. Andere weinen, weil sie traurig sind.

Zwei komplett gegensätzliche Beweggründe, selbes Ergebnis nach außen hin.

Wenn du in deinem Leben bislang nur aus Freude geweint hast kannst du nicht automatisch annehmen, dass jeder, der weint, gerade einen absoluten Glücksmoment genießt.

  • Vergleiche

…siehe „weil ich das von vielen Menschen so kenne.“

Wir sind aber eben alle Individuen, auch wenn man häufig über ähnliche Verhaltensmuster und Reaktionen stolpert.

Deshalb ist es immer ratsam einen neuen Menschen, wie ein unbeschriebenes Blatt zu sehen. Ist auch viel einfacher ohne Stempel – für beide Seiten.

Vergleiche führen oft auch dazu, dass wir uns selbst schlecht fühlen, weil wir andere Menschen sehen und durch das, was sie haben oder sind einen Mangel spüren. Oftmals reagieren wir dann mit negativen Gefühlen wie Neid – und rutschen damit nur noch tiefer in die Negativspirale.

Zu diesem Thema habe ich vor ca. 2 Jahren schon einmal etwas geschrieben. Einfach mal hier rein schauen.

Das war es auch schon für heute mit meinem kleinen Inspirationsanflug.

Wenn du live auf meinen Reisen und meinem #Balilife dabei sein willst, folge mir auf Social Media. 🙂

 

Lots of Love from Indonesia & Namaste ,

Dajana <3

 

 

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Hi, ich heiße Dajana und habe meinen sicheren Job als Polizistin in Frankfurt aufgegeben, um meine Träume zu leben. Nachdem ich ein bisschen um die Welt gereist bin lebe ich mittlerweile auf Bali, wo ich mein Onlinebusiness aufbaue, Yoga mache und surfe. :)

Meine Mission ist es Menschen dazu inspirieren ihre Bestimmung zu finden und das Leben ihrer Träume zu kreieren.

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Viel Spaß beim Lesen und Namaste. <3

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