Dajana Sain - Winter Wonderland (7 of 40)

My Life in Letters #26 – Crazy.

Updates – 3 Monate später.

Hey Leute,
Anfang November habe ich ja meinen letzten Blogpost zum Thema My Life in Letters verfasst und seit dem ging es bei mir ziemlich auf und ab.

Äußerlich natürlich nur auf – wie immer. Aber innerlich fühlt es sich an als wäre ich durch unendlich viele Welten gereist – in Lichtgeschwindigkeit. Als hätte ich in nur drei Monaten 28 Jahre erlebt . Ich wollte ja immer das Geheimnis des Lebens erfahren und einfach alles verstehen.

Je mehr ich erfahren habe, desto weniger wollte ich wissen. Denn es wurde immer komplizierter. Das „never ending rabbit hole“ ist wohl der Grund, warum viele Stars durch drehen.

Es ist nicht der Ruhm oder der Reichtum, der sie in ihre psychischen Grenzen bringt, nicht einmal die Arbeitsbelastung. Nein, es ist das Wissen. Ich bin spirituell viel zu hoch geflogen und habe habe viel zu tief gegraben.

Bilder und Wissen, das ein Leben auf der Erde fast unerträglich macht – es sei denn du hast die richtigen Drogen intus – oder eben den richtigen Hormoncocktail in deinem Gehirn, egal auf welche Weise du ihn erzielst. Die Realität ist so eine Sache und je mehr ich darüber nachdenke, desto weniger möchte ich eigentlich mit der Öffentlichkeit teilen weil ich verstehe, dass es deutlich angenehmer ist in einer zumindest halbwegs heilen Scheinwelt zu leben als sich mit dem Wissen herum zu plagen, das mich in den letzten Monaten ereilt hat.

Unwissenheit ist ein Segen – diesen Spruch aus dem Film Matrix habe ich in letzter Zeit öfter gehört als alles andere und ich erinnere mich gern an die Zeit zurück, in der ich voller Zuversicht und Liebe in die Zukuft blickte, sicher, dass sich alle meine Träume und Wünsche erfüllen würden.

Und das taten sie auch. Ich hatte ALLES. Aber es machte mich nicht glücklich. Ganz im Gegenteil  – ich schaffte es tatsächlich bei all dem Reichtum, all den Möglichkeiten und all der Entscheidungsfreiheit depressiv in Bali am Strand zu sitzen und mich zu fragen, was das denn alles überhaupt für einen Sinn hat. Ich hatte alles und war dennoch nicht glücklich.

Die Wahrheit ist: je mehr ich hatte, desto mehr Last fühlte ich auf meinen Schultern.

Also beschloss ich im Dezember so ziemlich von einem Tag auf den anderen ein soziales Experiment zu starten und verschenkte alle mein Hab und Gut an die Evakuierungsopfer vom Vulkanausbruch in Bali, buchte ein Flugticket nach Sydney und lebte fortan auf der Straße um einfach mal zu schauen, wie es so als Obdachlose ist.

Außerdem war ich der Meinung ich könnte mit meiner Aktion die Welt retten und war fest entschlossen mich nicht von dort zu entfernen bis ich auf jedem Bildschirm auf der ganzen Welt erscheine um für Weltfrieden zu demonstrieren.

Nach ein paar frostigen Nächten draußen (ok, es waren immerhin 25 Grad aber das ist kalt, wenn du über ein Jahr in Südostasien gelebt hast 😀 ) habe ich es mir dann doch anders überlegt und akzeptierte das Angebot eines Freundes, der mich wohlwollend bei sich zu Hause aufnahm. So weit so gut – bis mir dann mal wieder langweilig wurde und ich andere Eingebungen hatte, die mich nach San Diego (Kalifornien) führten – was allerdings schiefer als schief ging und ich am 2.1. dann anschließend wieder brav im guten alten Bad Camberg auf der Couch saß.

Jeeeesus Christ. Würde der Amerikaner sagen. Aber naja, ich bereue wie immer NICHTS und bin sehr dankbar für all die Erfahrungen, die ich in den letzten 3 Jahren auf Reisen so sammeln durfte.

Allerdings stellt sich mir jetzt mehrfach täglich die Frage aller Fragen:

WAS mache ich jetzt ? Die Welt steht mir offen und ich habe so ziemlich alles Wissen kumuliert, dass man auf spirituellen und erfolgsträchtigen Pfaden nur sammeln kann.

Allerdings hätte ich mich persönlich gefreut, wenn mich mal vorher jemand vernünftig über Leben, Tod, Sex, Drogen und alle anderen spaßigen Dinge, die es auf der Welt so gibt, aufgeklärt hätte, denn dann hätte ich mir definitiv so einiges gegen die Wand rennen etc. sparen können.

Andererseits habe ich fest gestellt, dass ich zu den wenigen gehöre, die tatsächlich die Wahrheit suchen, während der Großteil der Menschen einfach nur seine Ruhe will. Und das ist nicht das schlechteste, wie ich nach all den Abenteuern fest gestellt habe.

Dennoch befinde ich mich in einer Zwickmühle, die es mir sehr schwer macht einfach so weiter zu leben wie vor zwei Jahren – mit bloggen und co, bei all dem Wissen, dass ich über die Jahre angesammelt habe.

Also wie viel davon gebe ich preis? Und wie viel ist zu gefährlich? Dass Wissen macht ist, wissen wir ja vermutlich alle.

Aber wie viel Wissen ist zu viel Wissen ?

Reicht es wenn ich weiterhin gute Miene zum bösen Spiel mache, vom Weihnachtsmann erzähle und immer brav neue Rezepte und Reisetipps liefere? Oder soll ich lieber mit dem Vorschlaghammer kommen und die Leute mal vernünftig darüber aufklären, was in der Welt denn wirklich so abgeht?

Ganz ehrlich … ich weiß es nicht.

Momentan bin ich geneigt einfach so weiter zu machen wie bisher und die Deutschen in dem Glauben zu lassen, es sei alles gut so wie es ist. Einfach ein bisschen Fitness, Food und Travel. Denn am Ende des Tages ist es schließlich auch das, was gut ankommt.

Schön in die Kamera lächeln. Ein Leben präsentieren, wovon andere nur Träumen können. Das Leben, das in Wirklichkeit so viel mehr Tribut erfordert, als die perfekt inszenierten Instagram Momente erahnen lassen. Viel mehr Blut, Schweiß und Tränen, als mir jemals lieb war. Soll ich lieber nur die Sonnenseite zeigen oder auch das, was sich hinter den Kulissen abspielt?

Was es wirklich bedeutet ganz allein um die Welt zu reisen?

Was ist richtig? Was ist falsch?

Kann ich mit all dem Wissen, das ich heute habe, ein glückliches Leben führen ? Ja.

Die Wahrheit ist: es ändert sich nichts. Das Leben ist ein ewiger Kreis. Es ist wie ein Gefängnis, aus dem du nicht ausbrechen kannst. Deshalb bleibst du besser am Leben und siehst zu, dass du das Beste draus machst. Dass du glücklich bist. Und anderen dabei hilfst glücklich zu sein.

Es ist besser für ein Kind an den Weihnachtsmann zu glauben und in dem Glauben höchstes Glück zu erfahren.

 

Und ich habe heraus gefunden, dass Menschen Führung wollen und brauchen. Es gibt nichts Nervigeres als Entscheidungen treffen zu müssen. I swear.

Aber was ist, wenn du dich nirgendwo wirklich ein- oder unterordnen kannst, weil dein Herz lauter schlägt als das, was andere dir sagen, und du nichts und niemanden findest, der wirklich dort ist wo DU hin willst? Zumindest nicht 100%? Dann musst du selbst der Leader sein, den du dir wünscht.

Das Leben als Visionär ist nicht einfach. Um ehrlich zu sein ist es ziemlich ätzend. Weil keiner kommt und dir den Weg weist. Deshalb ist es so einsam. Entweder du langweilst dich oder das Ziel liegt so unerreichbar hoch, sodass du schier dran verzweifelst. Und es ist keiner da um dich zu retten. Und am Ende fängst du 10000 Sachen an aber bekommst nichts wirklich auf die Reihe, weil du es nicht schaffst dich für eine gewisse Zeit auf eine Sache zu konzentrieren. Ich zumindest. Herrje. 😀

Mein Leben ist so verwirrend. Ich habe so viele Leidenschaften und Talente und ich weiß, dass ich mich nicht auf eine Sache festlegen kann, weil ich zu mehr bestimmt bin. Und da ist keiner, der mir sagt: ja mein Kind, das was du weißt, ist das Richtige. Geh weiter.

Deshalb muss ich für mich selbst stark sein und mir immer wieder bewusst machen, dass das, was ich in meinem Herzen sehen und fühlen kann wahr ist.

 

Zwei Herzen schlagen in meiner Brust. – Goethe

Das eine schwirrt irgendwo im Universum herum und macht mit seinem messerscharfen Verstand Pläne die Weltherrschaft zu übernehmen und jedem Menschen hier das Leben zu bieten, das er sich wünscht. Das andere Herz ist hier bei den Menschen und versteht, dass es wie eine Mutter seine Kinder schützen muss und deshalb den Weihnachtsmann erfindet. Denn wenigstens ist das Kind dann glücklich, oder ?

Es ist nicht leicht auf der Kante zwischen Genie und Wahnsinn zu balancieren. Ich habe einige Experimente durch geführt um zu schauen, ob es nicht auch auf einem anderen Wege geht. Aber wie Steve Jobs habe ich erkannt, dass ich – wenn ich wirklich langfristig eine Veränderung auf diesem Planeten bewirken will – nach den Regeln spielen muss, die von denjenigen gemacht werden, die die Zügel in der Hand haben.

Deshalb heißt es: hübsch sein, lächeln, es einfach halten und im Hintergrund an dem Arbeiten, was mich wirklich erfüllt.

Ich muss in zwei Rollen leben. Die eine um möglichst unauffällig und präsent in der Außenwelt zu leben. Die andere, um die Zukunft zu gestalten. Meine eigene und die von Millionen anderen.

Ich denke der beste Weg, wenn du wirklich Großes erreichen willst ist es, wenn du eine Geschichte für DICH schreibst und darin Rollen verteilst. Wenn jemand für die Besetzung dieser Rolle passend ist, wird er engagiert. Wenn er ausfällt, gibt es Ersatz. Wichtig ist, dass du in der Hauptrolle deiner eigenen Geschichte bleibst und die Realität um dich herum erschaffst und dein Leben nicht zum Statisten in der Geschichte einer anderen Person machst.

Und am Ende des Tages, wenn alle ihre Rolle gefunden haben, geht das große Spiel auf.

Um wirklich Erfolg zu haben musst du lernen NEIN zu sagen. Zu allen anderen. Und vor allem zu all den Stimmen in dir, die dich zu all den Dingen verführen wollen, die nicht wichtig sind. Und dann musst du auf der Spur bleiben.

Du bestimmst, was wichtig ist, und was nicht. Und nur, wenn eine Sache wichtig bleibt, kannst du Geschichte schreiben.

Und um Geschichte zu schreiben, musst du deine Geschichte schreiben. Möglichst viele davon. Denn das Leben ist wie eine DVD Sammlung. Eine Symphonie aus den besten Geschichten. Und deine Lieblingsschauspieler tauchen immer wieder auf. 🙂

Meine Sammlung ist in den letzten drei Jahren unheimlich gewachsen. Wie sieht es mit deiner aus?

Go and write history. <3

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Dajana - Blogger & Artist

Hi, ich heiße Dajana aka Tinkerbell. :D

Ich habe meinen "sicheren" Job als Polizistin in Frankfurt aufgegeben, um meine Träume zu leben. Nachdem ich 2 Jahre allein um die Welt gereist bin lebe ich mittlerweile abwechselnd in Frankfurt, New York, Kalifornien und auf Bali, wo ich an meiner Musical Karriere arbeite. :)

Meine Mission ist es Frauen dazu zu ermutigen ihrem Herzen zu folgen und all ihre Träume zu leben.

In diesem Blog dokumentiere ich meine eigene Reise zum großen Glück und teile meine Gedanken & Gefühle (sowie Tipps & Tricks) mit meiner Leserschaft - in guten und in schlechten Zeiten. Denn Erfolg ist kein Glück. Er kostet Blut, Schweiß und jede Menge Tränen. Es gibt nur keiner zu. Aber es lohnt sich. Also glaub an dich, zieh durch und leb deinen Traum. :)

Viel Spaß beim Lesen und never give up! <3

Mein Geheimnis für schöne Haut :)

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